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Vuelta a “críticas y prensa”

KONZERT/ Die spanische Sängerin Maite Itoiz auf Schloss Honhardt

Leidenschaft und grosse Geste

Maite Itoiz auf Schloss Honhardt: Das war nicht nur ein atmosphärisch dichter Liederabend mit selten zu hören dem französischem und spanischem Repertoire, sondern auch ein kleines Event für fans der “Kelly Famiy” wegen Ehemann und Manager John Kelly.

RALF SNURAWA

FRANKENHARDT.  Doch zunächst stand Maite Itoiz im Mittelpunkt. Zusammen mit dem einfühlsam, aber nicht zu hintergründig begleitenden Pianisten Pedro José Rodríguez hatte sich die spanische Sopranistin “kleine Schätze” der französischen und spanischen Klavierliedliteratur gehoben. Und an den Anfang hatten die beiden Musiker den bekanntesten Komponisten des Abends gestellt: Claude Debussy.

   In den “Ariettes oubliées” nach Gedichten von Paul Verlaine beeindruckte Maite Itoiz verinnerlichter Ton. In «C´est l´extase langoureuse » deutete sied as Ekstatische durch einen in der Schewebe bleibenden Ton an. “Chevaux de Bois” wurde lebendig, fast euphorisch wiedergegeben. Stimmungswechsel gelangen sehr organisch.

  Überhaupt begeisterte, wie sie mit einzelne Worte beleuchtete oder den Liedern Spannung verlieh. Debussys “Fantoches” erhielt einen spritzigen Ton, in “L´invitation au voyage” von Henry Duparc wurde klangliche Schattierungen schön ausgestaltet. Der “Chanson triste” erklang zart und anmutig. Und nach Maurice Ravels gedämpft vorgetragenem “L´enigme eternelle” wirkten “Notre Amour” und “Fleur Jetée” von Gabriel Fauré sehnsuchtsvoll-dramatisch.

   Der zweite Teil des Konzertes war Liedern spanischer Komponisten vorbehalten , darunter unbekannte wie Jesús Guridi, der Zarzuela-Komponist Manuel Fernándo Caballero oder Federico Moreno Torroba. In Joaquin Turinas “Cantares” aus “Poema en forma de canciones” überzeugte Maite Itoiz mit ihren Sinn für Flamenco-Elemente, vor allem jenen typische schnelle Triolen-Verzierung.

   Nach dem ausdrucksstark gesungenen Lied, in dem  die Sopranistin Leidenschaft und grosse Geste herausstellte, folgte sehr kontrastreich das “Con qué la lavaré?” von Joaquín Rodrigo, schlicht und zurückhaltend interpretiert. Und es blieb kontrastreich: das mitreissende “Jota” aus Manuel de Fallas “Siete Canciones Populares Españolas” , dem das einfach gehaltene “Lloraba la niña” aus den “Canciones Amatorias” von Enrique Granados folgte.

  Dass die Sängerin auch mit anderem Repertoire umzugehen weiss, zeigte vor allem die zweite Zugabe: “My Man´s Gone Now” aus George Gershwins Oper “Porgy and Bess”- mit grosser Emotion intoniert und sozusagen sie Einteilung zum “Kelly Family”- Teil des Abends.

 [Maite Itoiz official site] [Maite Itoiz página oficial]